Hamburg Port Authority

Mentor: Jörg Pollmann, Leiter Oberhafenamt – Ziel: Talentpipeline & Digitalisierung

Mentee: Rami Horkos, Nautiker/Schiffsoffizier aus Syrien – Ziel: Nautiker

Welche Zielsetzung verfolgt Ihr im Rahmen des Cross-Mentoring?

Rami einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt zu geben und ihm das Rüstzeug zu geben, in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden

Was ist Euer gemeinsames „Projekt“ on-the-job?

Anstehende Praktika im Sommer 2016. 2 Monate bei der HPA, 1 Monat  bei einer Reederei

Auf welche Weise bereichert Jalal die Mentoring-Beziehung und das Unternehmen? Fachlich/persönlich/kulturell?

fachlich

Seefahrt ist international, gleichwohl hatten wir bisher aber keinen Einblick in die Seefahrtsausbildung im Nahen Osten. Durch Rami haben wir den Einblick bekommen, dass auch dort ein Seefahrtstudium auf hohem fachlichen Niveau stattfindet.

persönlich 

Durch Rami haben wir einen Einblick in die persönliche Situation von Kollegen aus der Seeschifffahrt in Syrien bekommen, die weit über die in den Medien verfügbaren Informationen hinausgehen. Nicht zuletzt diese Einblicke haben uns in der Auffassung bestärkt, dass die Entscheidung zur Beteiligung am Programm richtig und sinnvoll ist.

kulturell

Im Kontakt und bei den Gesprächen werden auch kulturelle Unterschiede deutlich. Bei gegenseitigem Respekt vor der jeweiligen Kultur hat sich das aber nicht als Hemmnis sondern eher als Bereicherung dargestellt.

Wie würdet Ihr die Wirksamkeit des Cross-Mentoring beschreiben? Bzgl. der Einarbeitung „on-the-job“

Durch das Programm und den damit verbundenen Austausch aller Beteiligten sowie durch die wöchentlichen Treffen ergibt sich ein Einblick für Rami zu den unterschiedlichen Arbeitswelten in Syrien und Deutschland sowie insbesondere zum Unterschied von Arbeitsabläufen und Arbeitsorganisation an Land im Gegensatz zu seinem früheren Arbeitsplatz an Bord. der sprachlichen Entwicklung Gespräche werden bis auf einzelne Erläuterungen zwischen uns schon seit Ende letzten Jahres nur auf Deutsch geführt. Das hat einen deutlichen Schub bei der sprachlichen Entwicklung bewirkt, der persönlichen Entwicklung Das Programm wirkt sich positiv auf das Selbstbewusstsein von Rami aus.

Wie organisiert Ihr Eure Treffen? Beispiele für Frequenz, Locations, etc. 

Wöchentlich, dienstagnachmittags. Austausch zu relevanten Themen in Büro, Hospitation in verschiedenen Bereichen der HPA, Exkursionen

Ausblick: welche nachhaltige/langfristige Perspektive entwickelt Ihr gemeinsam?

Rami möchte sich in Deutschland eine neue Existenz aufbauen. Die Perspektive ist, dass er einen Arbeitsplatz im maritimen Bereich findet.

Was waren bis jetzt die größten Hürden?

Am Anfang die fehlenden Deutschkenntnisse bei Hospitationen. Ansonsten konnten auftretende Hürden schnell überwunden werden.

… und der größte Gewinn? 

Für Rami: der Einblick in die Arbeitswelt an Land

Für Jörg: „für mich hat sich durch den Kontakt und viele auch private Gespräche ein ganz neuer Einblick in der Situation in Syrien und vor allem die Probleme und Nöte von Flüchtlingen ergeben.“

Outcome

Rami bereitet sich aktuell auf ein weiterführendes Studium in Deutschland vor mit Hilfe eines Stipendiums der Otto Benecke Stiftung. Jörg und Rami stehen nach wie vor in Kontakt miteinander.

  • Date 9. März 2016
  • Tags Generation 1, HPA